Tripolis

Tripolis

Über Tripolis allein ließe sich ein Buch schreiben. Die Hauptstadt war in der Antike von großer Bedeutung und stellte zusammen mit Sabratha und Leptis Magna das Zentrum der tripolitanischen Region dar.

Damals wie heute ist Tripolis von großer Bedeutung und die Hauptstadt des Landes. Für Libyen-Reisende ist das kulturelle Angebot sehr groß. Neben einigen Denkmälern und antiken Bauwerken (z.B. der Marcus- Aurelius-Bogen) sind vor allem das Nationalmuseum und der Basar für einen Besuch zu empfehlen.

Die Altstadt bietet interessante Einblicke in die Historie der Stadt und lädt zum flanieren ein. Ein weiteres Highlight ist die alte Festung, welche von den Maltesern als Fort erbaut wurde.
Daneben kann man die Moscheen dieser Stadt besuchen und das pulsierende Leben in dieser Metropole erleben.

Eine Vielzahl uralter interessanter Zeugnisse aus der Antike mögen unter den Grundmauern der Stadt Tripolis verborgen sein. Die phönizische Stadt Oea war der Vorgänger Tripolis`und befindet sich unter der jetzigen Stadt. Tripolis wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. von den Phöniziern gegründet, damals als Stadt Oea und an der ehemaligen Schifffahrtsroute befindlich. 84 Meter über dem Meeresspiegel gelegen ist die 1.780.000 Einwohner zählende Hauptstadt Libyens der Verkehrsknotenpunkt des Landes. Die Stadt befindet sich am Mittelmeer, ist phantastisch gelegen und bietet für Touristen eine Vielzahl Möglichkeiten auf verschiedenen Gebieten. Besonders die Altstadt ist sehr sehenswert, sie nennt sich Medina. Konsulate aus der Kolonialzeit und Moscheen prägen das Stadtbild. Die Straßen und Gassen in der Medina sind gemütlich und zum Bummeln geeignet. Hier findet man, was das Herz begehrt, Souvenirs und Cafés in denen man gemütlich rasten kann, um den Trubel auf den Straßen zu beobachten. Armut und Reichtum liegen hier so nah beieinander.

Ganz interessant ist es, fernab der Touristenwege das Tripolis zu erkunden, welches weitestgehend unentdeckt ist. Hier kann man Libyens Kultur und Leben noch spüren, hier kann man erleben, wie die Menschen leben und arbeiten. Orientalisches Treiben für Touristen ist ein Unterschied zum wahren Leben. Abseits in den verwinkelten Gassen aber nicht sehr weit vom Touristenzentrum entfernt kann man Menschen bei der Arbeit beobachten, wie sie ihren Lebensunterhalt verdienen mit handwerklichen Tätigkeiten. Das Weben von faszinierenden Seidenstoffen ist ein primäres Handwerk in Tripolis, man kann hier gern einmal einem Handwerker an seinem Webstuhl zuschauen, wie er gekonnt das Schiffchen führt. Man kann aber auch spielende Kinder in den Gassen beobachten, oder Frauen, wie sie Wäsche waschen. Hier kann man eintauchen und sich treiben lassen - einen Hauch Orient spüren.

Echte tripolitanische Küche kann abseits des Zentrums gekostet werden, es gibt hier zahlreiche interessante urige Gaststätten, die diese typischen Gerichte anbieten. So kann man eine leckere Fischsuppe, einen exzellenten Calamaressalat oder eine Oktopussuppe kosten. Und alles zu erschwinglichen Preisen und, was besonders gut ist - frisch aus dem Meer.

Unbedingt lohnenswert ist der Fischmarkt, hier kann man Fische verschiedenster Art entdecken, die hier von den Fischern persönlich angeboten werden. Haie liegen friedlich neben Hummern und Langusten und es ist äußerst interessant, am Morgen zu beobachten, wie die Köche aus den Gaststätten hier einkaufen und handeln, um ihren Fisch dann frisch zuzubereiten.

Die Mentalität ist eine südliche, hier geht es nicht hektisch zu, hier wird gearbeitet aber auch gelebt. Ein Besuch im Touristen-Tripolis mit seinen Museen ist sicher sehr empfehlenswert, aber wenn man sagen möchte, man war in Tripolis, muss man ganz sicher auch am Hafen und in den Gassen der Einheimischen gewesen sein. Ein Tag in Tripolis bietet vieles und wird zu einem Erlebnis, welches man nicht wieder vergessen wird. Eindrücke, die zu Herzen gehen, Eindrücke die unauslöschlich sein werden - dies nimmt man aus der Hauptstadt Libyens mit nach Haus.

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