Rucksack-Reisen in Libyen

Ich erhalte hin und wieder Anfrage wie das denn mit Rucksack-Reisen in Libyen aussieht. Durchaus verständlich für mich und meiner Meinung nach wäre das auch eine ideale Möglichkeit Land und Leute kennen zu lernen. Leider gestaltet sich diese Art der Reise in Libyen sehr schwer. Die Obrigkeit möchte verhindern, dass jeder Tourist unkontrolliert das Land bereist - klingt unfair und gemein - ist aber so.

Einerseits finde ich das auch schade auf der anderen Seite kann man Libyen diesbezüglich nicht mit Australien oder Thailand vergleichen.

Englisch ist bei weitem nicht so verbreitet und wenn man kein Arabisch spricht wird man spätestens abseits der Ballungszentren auf erhebliche Probleme im Bereich der Verständigung mit den Einheimischen stoßen.

Zweitens ist Libyen zwar nicht gefährlich aber eben auch kein westliches Land. Die Wüste an sich sollte nur von kundigen Touristen bereist werden und selbst dann nie allein!

Neben der Sprache ist auch die libysche Mentalität eine vollkommen andere. Die Libyer sind werde unfreundlich noch aufdringlich. Trotz des schlechten, internationalen Rufes ist die Bevölkerung sehr gestfreundlich und hilfsbereit - aber eben auch nur wenn man sich selbst entsprechend den Geboten der Höflichkeit und des Anstandes verhält. Kennt man sich mit den Gepflogenheiten nicht gut aus so empfiehlt es sich einen Begleiter zu haben der das tut und das sprichwörtliche Trenten in Fettnäpfchen vermeidet.

So natürlich kann und will ich niemandem verbieten sich einen seiner Eastpak Rucksäcke auf den Rücken zu schnallen und alleine quer durch die libysche Wüste zu ziehen - ich kann es aber nicht empfehlen.

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